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bürgerwiese
24, 30, 1, 359
heute ist im fuss dieser webseite der satz
hier schreibt felix schwenzel seit 24 jahren gerne ins internet (eigentlich seit 30 jahren).
von 23 auf 24, bzw. 29 auf 30 umgesprungen, weil der erste artikel den ich hier veröffentlicht habe vom 20.04.2002 ist. mir sind diese jahrestage eigentlich nicht wichtig, aber statistiken mag ich gerne. deshalb betätige ich mich mal eben als statistik-chronist.
wahrscheinlich wäre es mittlerweile besser, unten hinzuschreiben, dass ich jetzt schon „sehr lange“ ins internet schreibe. bei solchen zeiträumen ist der genaue tag dann auch irgendwann egal, so wie mir die kalendarischen koordinaten meiner geburtstage nach fast 60 jahren mittlerweile auch egal sind.
kirby nutze ich jetzt auch bereits seit über einem jahr („hallo kirby“). ich bereue den umstieg nicht, im gegenteil, kirby ist mir jeden tag erneut eine grosse freude.
was ich jetzt auch seit fast einem jahr mache: jeden tag etwas veröffentlichen. der streak ist mittlerweile 359 tage lang. die anzahl-der-posts-übersichtgrafik auf der rückseite ist mittlerweile ohne schwarze punkte.

bemerkenswert an der grafik ist eigentlich nichts, ausser dass man kaum muster erkennen kann wie und wann ich wie viel veröffentliche. man erkennt allerdings ein cluster zwischen mai und juni: republica. so erkennt man: noch vier wochen bis zu #rp26. das minimalistische design dieses jahr gefällt mir sehr gut, hier meine „speaker-seite“ für dieses jahr. ende der durchsage.
verwirrung, unsicherheit, dilettantismus
maximilian buddenbohm hat heute (unter anderem linkwerk) dieses video empfohlen.
Bei OpenCulture, wo man sich ohnehin pausenlos komplett und lange verlieren kann, fand ich ein animiertes Video (8 Minuten), in dem die Thesen und das Leben von Foucault erläutert werden. Und nach kurzer Zeit kamen mir diese Animationen immer anziehender vor. Es macht Spaß, die Effekte beim Text mitzudenken, und es würde sicher auch Spaß machen, an so etwas mitzuarbeiten. Zum Inhalt des Videos aber bitte auch die kundigen Kommentare darunter beachten, es gibt eine Falschaussage.
ich fand das video, trotz der der ungenauigkeiten, sehr lehrreich. mich erinnert das unter anderem an meine frühe jugend, in der ich ein stern-sonderheft über verschiedene philosophen las. wie immer mit sekundär oder terziär-quellen schleichen sich beim zusammenfassen und runterkochen von komplexen sachverhalten fehler oder ungenauigkeiten ein. das ist nicht erst seit LLMs so. trotzdem helfen solche gekürzten und vereinfachten zusammenfassungen sehr dabei einen überblick über, zum beispiel, einige bereiche der philosophie zu gewinnen.
ausserdem hat der youtube algorithmus sich gemerkt, dass ich dieses video gut fand und mir heute abend ein weiteres video aus dieser reihe vorgeschlagen.
das fand ich fast noch hilf- und lehrreicher als das video über faucault. denn es fasst einen der kernpunkte von derridas philosophie wie folgt zusammen:
Being confused and uncertain around such concepts isn't a sign of weakness or stupidity. It is for Derrida the central mark of maturity. Derrida's tactic was to glamorize this condition and to give it a positive ring, which is why he brought back into use a beautiful Greek word: Aporia.
Aporia, meaning impasse or puzzlement. He was proposing Aporia as a state we should feel proud to know and to visit on a regular basis. Confusion and doubt and not embarrassing dead ends in a Derridean world view. They're simply evidence of the adulthood of the mind.
schöner kann man es kaum ausdrücken, warum ich diese webseite wirres.net nenne. und wenn ich das richtig verstehe liefert derrida auch den philosophischen unterbau des hier von mir konsequent praktizierten dilettantismus: als dilettant nähert man sich themen nicht professionell, sondern aus neugier und im besten fall aus leidenschaft (vom italienischen dilettare = sich erfreuen).
ich bin jetzt nur unsicher wem ich grössere dankbarkeit schulde: maximilian oder dem youtube-algorithmus?
warum nicht karlsson vom dach?
pflegebedüftiges smarthome
auch weil ich in den letzten tagen als reaktion auf anje gelegentlich (eins, zwei) über die automatische wohnung geschrieben habe, habe ich gestern und heute vermehrt darüber nachgedacht was der betrieb einer automatischen wohnung im alltag bedeutet. aufwand durch automatisierung zu sparen ist nämlich eine menge aufwand. irgendwas ist immer. vor allem batterien. aber auch schwächelnde geräte, firmware- und software-updates und und und.
wenn ich die automatische wohnung von grund auf neu bauen würde, hätten alle sensoren, schalter und aktoren ein kabel. das wäre auch für die zuverlässigkeit ein vorteil. aber es geht auch retrofitted, non-invasiv, kabellos, bzw. im mischbetrieb. bedeutet halt oft fummelei und erhöhten pflegebedarf.
in der letzten woche ging die funk-/atomuhr in der küche nach. normalerweise freue ich mich fast täglich darüber, dass die alte, schrittige ikea uhr den sekundenzeiger an der gleichen stelle hat, wie meine apple watch. deshalb war ich tieftraurig, als sie 5 minuten hinterherging. aber nach kurzem nachdenken war klar: es muss die batterie sein: batterie getestet, war schwach, getauscht, uhr stellte sich wieder sekundengenaiu ein. puh.
eine andere batterie bereitete mir mehr kopfzerbrechen. unser mac mini von 2012, auf dem früher alles lief (home assistant, plex, dateiserver, fernzugang) — bis ich nach und nach fast alle aufgaben auf linux-server migrierte — wollte gestern nach einem harten shutdown nicht mehr starten. er machte keinen mucks mehr, so dass ich schon dachte, das netzteil sei kaputt. nach ein paar stunden debugging stellte sich aber raus, dass es die CMOS-batterie sein muss. nachvollziehbar, dass die nach 14 jahren schwächelt, aber für den tausch werde ich den ganzen mac mini auseinanderbauen müssen. das habe ich schon zweimal gemacht, weil die festplatte auch schon zweimal getauscht werden musste. die batterie hat also schon 2-3 festplatten überlebt.

nachdem der mac mini gestern aufgab, versuchte ich nachzudenken was der mac mini eigentlich noch macht. mir fiel nur noch ein, dass er eine kopie unserer icloud fotomediatheken zieht und die auf eine backup-platte kopiert. ausserdem sind festplatten an den mac mini gestöpselt mit altem scheiss und backups auf die wir selten aber gelegentlich zugreifen möchten. ausserdem laufen über den mac ein paar mit syncthing synchronisierte ordner, die der mac mit time-machine sichern soll.
er zeigte auch ein vereinfachtes home assistant dashboard an, dass ich per VNC auf ein altes ipad beame, dessen browser zu alt ist um home assistant dashboards überhaupt noch darstellen zu können. das liess ich aber unkompliziert in einen chromium-docker-container auslagern, den das ipad jetzt per VNC anzeigt.

ein weiteres stück jahrzehnte-alte hardware hab ich ebenfalls in den letzten tagen mehrfach angefasst: ein fire tablet das so alt ist, dass es noch mit android 4.4 lief (und sich auch nicht weiter upgraden lässt). dieses fire tablet steht neben dem bett mit einem sehr stark vereinfachten dashboard (mit einem app daemon dashboard gebaut).
das app daemon dashboard wird mit fully kiosk angezeigt, für das ich 2018 eine pro-lizenz gekauft habe. die lizenz konnte irgendwann nach einer neuinstallation nicht mehr geladen werden, weshalb fully kiosk eine unschöne lizenzwarnung anzeigte.
die liess sich auch mit dem support von fully kiosk nicht wegbekommen („we fully stopped support for Android 4.4 about 5 years ago. You can't activate a license on Android 4.4 device anymore.“). auch der versuch tls 1.2 nachzurüsten scheiterete. zum glück haben wir noch ein weiteres uraltes, aber nicht ganz so altes fire-tablet, das bereits mit android 5.x läuft. das konnte ich umwidmen, das alte tablet darf sich damit zur ruhe setzen.
(die tablets sind wie die (chinesischen) kameras vom internet getrennt, sie können nur aufs lokale netzwerk zugreifen. das macht sie nicht unangreifbar, aber ein bisschen.)

wo ich gerade dabei war, habe ich das dashboard auch gleich ein bisschen aufgeräumt und einen wetteransage button eingebaut. der triggert ein homeassistant script das die wetterdaten an chatgpt füttert und es anweist daraus eine ansage zu bauen:
action: conversation.process
data:
agent_id: conversation.chatgpt
text: >-
set station = wetter_stündlich.values() | list | first %} {% set forecast =
station.forecast[:24] %}
Hier sind die Wetterdaten für die nächsten 24 Stunden: {{ forecast }}
Frage: {{ frage | default('Wie wird das Wetter heute? Gib mir eine kurze,
sehr schlecht gelaunte und pampige Zusammenfassung.') }}
Anleitung: Nutze die Daten, um die Frage verständlich, schön kurz und in
wenigen Sätzen zu beantworten. Antworte direkt als Sprecher für eine Ansage.
Wenn es nach 20 Uhr ist, sage das Wetter vom nächsten Tag an. gebe keine
Bewertung des Wetters ab (ein schöner Tag, denk an den Regenschirm oder
Ähnliches).
conversation_id: wetter_ansage
response_variable: chatgpt_response
ehrlichgesagt ist die ansage immer noch ziemlich gut gelaunt, ich muss noch etwas am promt feilen, damit das entweder neutraler oder wirklich pampig rauskommt.

zurück zu batterien: einige der batterien die sich ihrem ende zuneigen melden sich in einer home assistant übersicht. theoretisch ist das sehr praktisch, im alltag klappts nicht immer, auch weil sich manche geräte bei der batteriediagnose verrechnen oder verhaspeln oder ihren batteriestand nicht verraten wollen.
ich bin schwer beeindruckt von der langlebigkeit der batteriene in den geräten einiger hersteller. die xiaomi/aquara-zigbee-sensoren (schalter, fenster oder bewegungssensoren) halten wirklich jahrelang. aber weil die jahre heutzutage doch recht schnell vergehen, gibt’s fast jeden monat was zu wechseln.
theoretisch hatte ikea kürzlich eine ziemlich gute idee. deren batteriesensoren sind jetzt alle auf AAA batterien ausgerichtet und kommen vor allem mit wiederaufladbaren AAA akkus zurecht. unsere tado-thermostate verbitten sich das explizit, wegen der entaldungscharakteristik und weil die spannung der akkus für den motor nicht stabil oder stark genug ist. aber auch wiederaufladbare batterien müssen regelmässig gewechselt werden.
alle paar monate schaue ich mir meine selbstgebauten sensoren an. die meisten sind auf esp8266 oder esp32 basis mit esphome gebaut. das ist toll, einfach und theoretisch auch sehr pflegeleicht. weil sich esphome sehr dynamisch und beeindruckend weiterentwickelt, bedeutet das auch oft änderungen die nicht rückwärtskompatibekl sind. ich bin kein religiöser firmware-updater, aber ich mag es gerne, wenn meine konfiguration relativ aktuell ist. schliesslich exponieren die microcontroller ja eine theoretisch angreifbaren wlan-verbindung. wichtig ist natürlich in erster linie statbilität und ein gerät das zuverlässig, schnell und gut funktioniert, aktualisiere ich dann in der regel auch nicht ständig. aber sobald ich mal anpassungen machen will, muss neu kompiliert werden und dann ist es natürlich schön, wenn ich da nicht erst anpassungen wegen irgendwelcher breaking changes machen muss.
ich habe gemini mal gebeten mir einen template sensor zu machen der eine liste alle esphome geräte und ihrer firmware versionen ausgibt. da war ich jetzt selbst kurz überrascht wie viele das (vier bluetooth proxies die ich anderswo, zur lokalisierung von tiles nutze, fehlen sogar noch) sind und wie breit gestreut die esphome-versionen sind.
| Gerät | Firmware |
|---|---|
| Air Quaility 1 | 2026.1.2 |
| Air Quaility 2 | 2026.1.2 |
| Air Quaility 4 | 2026.1.2 |
| Air Quality Bad | 2026.1.2 |
| AIQea | 2026.4.0 |
| Kinderzimmerschrank | 2024.7.0 |
| Küchenfenster | 2024.7.3 |
| Kinderzimmer Bett | 2025.11.0 |
| BT Proxy Flur | 2026.3.0 |
| Yellow TFT 1 | 2024.12.4 |
| Electrodragon 2 | 2026.2.4 |
| Electrodragon 1 | 2026.1.2 |
| EP1 | 2023.12.9 |
| esp32c3 1 | 2025.2.2 |
| Bad Decke | 2025.11.0 |
| ESP Kamera Wasserzähler | 2026.1.2 |
| IR Blaster | 2026.2.4 |
| Küche Hängeschrank | 2024.7.3 |
| Flur | 2026.2.4 |
| Glocke | 2026.3.1 |
| Gong | 2024.7.0 |
| LED Streifen Bad | 2026.3.1 |
| Flur Klolicht | 2026.4.0 |
| Home Assistant Voice 1 | 2026.4.0 |
| Home Assistant Voice 2 | 2026.4.0 |
| Kammerschrank | 2026.3.1 |
| Kerze | 2023.12.9 |
| Klo Sensor | 2024.7.3 |
| Kuckucksuhr | 2025.8.2 |
| Küchentisch | 2024.7.3 |
| Spül- und Waschmaschinelichter | 2024.7.3 |
| Localbytes Plug 1 | 2024.7.3 |
| Localbytes Plug 2 | 2024.7.3 |
| Matrix Clock 1 | 2024.7.3 |
| Matrix Display Kinderzimmer | 2024.7.3 |
| Matrix Display Küche | 2024.7.3 |
| Matrix Display Schlafzimmer | 2023.12.9 |
| Obi Steckdose 1 | 2024.7.3 |
| Ofen | 2025.11.0 |
| Olimex BT Proxy | 2026.1.2 |
| Roode 1 | 2024.7.3 |
| Human Sensor F2 | 2026.4.0 |
| Stromzähler | 2026.2.4 |
| Stube Motion | 2024.7.3 |
| People Counter Bad | 2025.11.0 |
| Kammer | 2024.7.3 |
| Waage | 2024.7.3 |
| Wasserwaage | 2025.2.2 |
| Wiggling Willie | 2025.11.0 |
Anzahl ESPHome Geräte: 49
- 2026.4.0: 5 Geräte
- 2026.3.1: 3 Geräte
- 2026.3.0: 1 Gerät
- 2026.2.4: 3 Geräte
- 2026.1.2: 7 Geräte
- 2025.8.2: 1 Gerät
- 2025.2.2: 2 Geräte
- 2025.11.0: 5 Geräte
- 2024.7.3: 15 Geräte
- 2024.7.0: 2 Geräte
- 2024.12.4: 1 Gerät
- 2023.12.9: 3 Geräte
wo ich gerade dabei bin:
| Kategorie | Anzahl |
|---|---|
| Automationen | 469 |
| Scripte | 255 |
| Sensoren | 2953 |
| Binäre Sensoren | 560 |
| Lichter | 102 |
| Szenen | 41 |
morgenspiel beim morgenspaziergang
gelegentlich spielen frida und ich „auf die plätze - fertig - los“ und meistens muss ich frida gar nicht gewinnen lassen, weil sie immer schneller ist. mein einziger vorteil ist, dass ich mit 180 cm augenhöhe manchmal einen kleinen vorteil bei der übersicht habe. („auf die plätze-fertig-los“ hab ich hier versaut, weil ich ausversehen zuerst „OK“ gesagt habe und frida damit freigegeben habe. sonst klappt das aber gut mit dem „los!“)
the baum
textbasierte vernetzung
Kurz: Das öffentliche, textbasierte Social Media ist weiter auf dem absteigenden Ast. Für Freaks gibt es die Möglichkeit, zu bloggen, aber insgesamt verschiebt sich das Ganze dann doch eher in die privaten Kanäle.
je länger ich über das ins-internet-schreiben, neue kommunikationsformen oder öffentliche und private kanäle sozialer kommunikation nachdenke, desto mehr frage ich mich ob wir das mit den „privaten kanälen“ nicht eklatant falsch einschätzen, bzw. das potenzial dieses öffentlich nicht besonders gut sichtbaren kommunikationskanals unterschätzen.
ich würde zum beispiel behaupten, dass sich die reichweite öffentlicher „leitmedien“ wie faz, spiegel, zeit oder bild über die letzten 30 jahre gar nicht mal so krass verändert hat. ja, die werbeeinnahmen sind ins internet diffundiert, aber wenn man sich abo-zahlen aus den 90er jahren ansieht, dann mögen medien wie der spiegel oder die bild zwar die eine oder andere debatte geprägt haben, aber das — wie auch jetzt — mit einer relativ geringen reichweite im vergleich zu bewegtbild, audio oder „privaten“ kanälen.
oder anders gesagt: text war schon immer ein nischenphänomen. und diese privaten kanäle wurden wahrscheinlich auch schon immer ein bisschen unterschätzt. um meine steile these weiter auszubauen: während sich die reichweiten der „öffentlichen“ kanäle in den letzten 30 jahren nicht wirklich signifikant verändert haben, haben die privaten kanäle in den letzten jahren einerseits viel an sichtbarkeit, aber auch an effizienz gewonnen.
ich erinnere mich an die jamba-geschichte von spreeblick vor > 20 jahren (wie die zeit vergeht!). johnny haeusler schrieb damals wenig schmeichelhaftes über das geschäftsmodel des klingelton-anbieters jamba und die geschichte ging viral. ich erinnere mich aber auch daran, dass eine der treibenden kräfte hinter der viralität des spreeblick-artikels damals im dunkeln lag, also besucher nicht hauptsächlich von anderen blogs oder webseiten kamen, sondern aus dem „nichts“. die geschichte wurde ganz offenbar vor allem über „private kannäle“ verbreitet, also via email oder messenger (icq, aim).
diese „dunkle“ (also nicht ohne weiteres trackbare) vernetzung durch „private kanäle“ sollte man gerade in der heutigen (sozial-) medienlandschaft nicht unterschätzen. ob wir freaks, also ins internetschreibende, da eine signifikante rolle spielen ist eine ganz andere frage (höchtswahrscheinlich nicht).
goethepark
einer der hauptgründe, dass ich meine apple watch sehr gerne mag, ist dass sie mir erlaubt mein telefon immer auf lautlos zu stellen. keine notification-geräusche, keine telefonklingeln, kein mucks, nur ein stilles vibrieren am handgelenk.
zum bundesweiten warntag macht das telefon zwar noch geräusche oder wenn ich ein video abspiele, aber sonst: ruhe. deshalb wusste ich bis vor kurzem auch nicht, dass das telefon beim umstellen auf den nacht- oder schlaf-fokus ein sehr angenehmes geräusch macht.
das habe ich erst bemerkt, als die beifahrerin mal ihr telefon im flur vergessen hatte und es dan um 23 uhr dieses geräusch gemacht hat. zuerst konnte ich das gar nicht zuordnen, bzw. verstand nicht dass es aus einem telefon kam. jetzt wo ich es verstanden habe, hab ich mir die sounddatei runtergeladen und habe home assistant angewiesen das jeden abend um 23 uhr abzuspielen. ich finde das sehr befriedigend und inspirierend und gehe deshalb jetzt ins bett, statt einen längeren text zu schreiben. schliesslich wurde das geräusch ja gerade abgespielt.
warnungen des robert-koch-institut am nordufer

ACHTUNG!
Gefahr durch angreifende Krähen
- Krähen bitte nicht füttern
- Bereich wenn möglich weiträumig umgehen
- Rasche Bewegungen vermeiden
- Verhalten Sie sich achtsam und umsichtig
- Halten Sie Abstand zu Jungvögeln am Boden
verbieten verboten
das hatte ich noch nicht mitbekommen, dass die CDU im letzten wahlkampf mit dem spruch „Auto verbieten verboten“ für sich warb. jetzt, wo ich es vor ein paar tagen gesehen habe, hätte ich noch ein paar weitere vorschläge, wie die CDU sich noch idiotischer darstellen könnte:
- veränderung verboten
- krisenmanagement auf dem tennisplatz verbieten verboten
- parken verbieten verboten
- schwache gegen stärkere schützen verboten
- lebensqualität verbessern verboten
- starke belasten verboten
- diesel und heizöl schlechtreden verboten
- penisvergrösserung verbieten verboten
(ist es nicht auch verboten wahlkampfplakate einfach hängen zu lassen?)
hundebegegnungen
frida geht dreimal pro tag raus. morgens, zwischen 7 und 9 uhr mit mir ein bis zwei stunden, nachmittags eine stunde mit der beifahrerin und gegen 20 uhr nochmal eine kontrollrunde ums haus, oder genauer, einmal die kameruner str. rechts von unseren haus lang, gegenüber unseres haus lang und dann links von unserem haus. diese runde hat sie sich selbst ausgesucht, mein angebot eine runde um den block, an der seestrasse vorbei, lehnt sie in der regel dankend ab und geht lieber die kurze runde.
manchmal fragt sie mich schon ab 19 uhr ob wir die kontrollrunde machen, aber ich lasse sie immer bis 20 uhr warten. die letzten beide abende ist sie pünktlich um 20 uhr zu mir gekommen, und dann sind wir auch gleich rausgegangen. an beiden abenden sind wir auch jedes mal einem grossen akita an exakt der gleichen stelle begegnet. das hört sich geschrieben weniger spektakulär an, als wenn man es selbst erlebt, aber wenn wir dem akita heute auch der gleichen stelle begegnen, fress ich einen besen.
gestern früh am magnus-hirschfeld-ufer sind frida und ich an einem alten husky und seinem frauchen vorbeigelaufen. als wir vorbei gingen, flog eine krähe im tiefflug auf die frau zu, landete knapp vor ihr und liess sich von der frau aus der hand füttern. dem alten husky war das egal. der alte blogger war tief beeindruckt.
auf strassen bzw. bürgersteigen ist frida sehr diszipliniert. auf grünflächen oder in parks funktioniert fridas impulskontrolle nur bis maximal zwei meter abstand zu mir. auf dem bürgersteig hingegen reicht ein kleiner fingerzeig von mir und sie wechselt ins „fuß“ an meiner linken oder rechten seite. wenn wir dann so an anderen hunden vorbeilaufen, versteht sie auch dass diese hunde an der leine sind. sie zuckt nicht mit der wimper, wenn sie knurrend, bellend und auf sie losstürmend in die leine steigen. ich bin sehr froh, dass frida und ich uns dieses vertrauen und verständnis erarbeitet haben und es war auch viel arbeit — auch wenn fridas desinteresse an anderen hunden uns diese arbeit erleichtert hat.
vorgestern dachte ein herrchen, er könnte seinen hund allein mit dem wort „stopp“ davon abhalten, auf frida loszustürmen. manche menschen schreien in diesen sitiationen ihren hund an: „ich hab dir doch gesagt …!“ manche wiederholen beim vorbeigehen das wort „nein“ in sekundentakt.
kürzlich fiel mir auf, dass hundeerziehung für viele das gleiche ist wie für mich als sechsjährigen das reiten. als kleiner junge war ich der meinung, ein guter reiter zu sein, weil ich wusste, dass man pferde ganz einfach an der trense mit links- und rechtszug steuern, mit zusammendrücken der beine beschleunigen und mit beiden zügeln stoppen kann. der sechsjährige, naseweise felix wurde jedoch unsanft vom pony geworfen, als sich herausstellte, dass reiten doch etwas komplexer ist. leute, die glauben, hundeerziehung sei eine intuitive angeborene menschliche fähigkeit, reden an ihrem hund vorbei und erziehen hunde im schlimmsten fall zur leinenaggresion.
ich will damit keinesfalls eigenlob ausdrücken, sondern meine dankbarkeit gegenüber all den hundetrainerinnen aussprechen, die ihr wissen und ihr verständnis in youtube-videos, büchern, online-trainings oder in der welpenschule mit uns geteilt haben. ich wünsche allen hunden, dass ihre menschen irgendwann auch in den genuss solcher trainings kommen.
bewegte und unbewegte bilder vom morgenspaziergang am 11.04.2026
wir haben einen ball aus stein gefunden, frida hat ihren ball wieder in die spree fallen lassen, ein gleichzeitig miss- und gelungener selfie und eine misslungene aufnahme von einem vorbeifahrenden schiff.
ball aus steim
einruhiger fluss und ein vorbeifahrendes schiff

links vom 11.04.2026
… und das führt mich dann zum beispiel zu posts wie diesem von vor genau 10 jahren:
If Donald Trump replaces Obama it only further proves Orange Is The New Black
riva am spreeufer
hand mit uhr
abendessen 10.04.2026
vom ganzen hahn (22 €) dessen schenkel gestern ins frikasee wanderten, waren noch zwei sehr grosse brüste übrig, die heute in den airfryer wanderten. 10 minuten bei 180°C waren etwas knapp für die sehr grossen brüste, wir mussten noch etwas nach-airfryen. aber die brüste waren saftig und weich, ungefägr 10 mal besser als die einzelnen hähnchenbrüste die man sonst paarweise einzeln kauft. dazu ruccula mit gemüse.

abendessen heute
wieder hühnerfrikasse, diesmal aus dem ganzen huhn, bzw. den schenkeln. wir haben jetzt für morgen noch zwei brüste und die flügel.
















