River





ich kann mit theater nicht viel anfangen, das ist mir oft zu prä­ten­ti­ös und wich­tig­tue­risch. aber das was die thea­ter­re­gis­seu­rin angela richter hier über das thea­ter­pu­bli­kum resümiert, trifft ein paar relevante nägel auf den kopf.

Viel­leicht erklärt das auch, warum das Thea­ter­pu­bli­kum sich so verändert hat. Das alte Publikum war gebildet genug, sich be­lei­di­gen zu lassen. Das neue Publikum ist moralisch genug, sich bestätigt fühlen zu wollen. Das ist ein Un­ter­schied.

Die alten Sil­ber­rü­cken in den roten Samt­ses­seln hatten etwas, das heute selten geworden ist: Ge­las­sen­heit gegenüber Kunst. Sie wussten, dass Theater ein Ort der Rollen ist – nicht der mo­ra­li­schen Be­kennt­nis­se. Dass Figuren Dinge sagen dürfen, die Menschen nicht sagen würden. Dass Pro­vo­ka­ti­on kein mo­ra­li­scher Unfall ist, sondern ein äs­the­ti­sches Mittel.

(via)



Burn Notice (S01E04) gesehen

das war schon seit der ersten folge klar, aber das muster dieser serie ist spä­tes­tens jetzt kris­tall­klar: der rote faden ist die klärung für den grund der „burn notice“ mit der michael westen kalt­ge­stellt wird. und die je­wei­li­gen folgen handeln neben dem roten faden von jeweils einem fall, den michael westen und seine beiden kumpels in der folge lösen. drumherum werden character-building und backstories der prot­ago­nis­ten ein­ge­streut. eine sehr gute mit­tel­gu­te fern­seh­se­rie, die ich mir vor­aus­sicht­lich alle sieben staffeln lang ansehen werde.







Die Sendung mit der Maus (S2026E22) gesehen

der film über die struk­tur­far­ben war er­staun­lich schlecht erklärt. natürlich sind wellen, fre­quen­zen und in­ter­fe­ren­zen nicht so einfach zu erklären, aber so richtig an­schau­lich wars nicht. irgendwie fehlte die hälfte der erklärung und ich glaube das hätte ich auch als kind gemerkt. ausserdem schien mir das alles zu ge­schau­spie­lert.






Burn Notice (S01E01) gesehen

fast 20 jahre alte serie die sich allein schon deshalb lohnt, weil es keine iphones gibt und das alles wie aus einer anderen, ver­gan­ge­nen welt wirkt (te­le­fon­zel­len, klapp­han­dies mit aus­zieh­ba­rer antenne)

an­de­rer­seits ist die schnitt­tech­nik zum grossen teil ner­ven­auf­rei­bend. damals war es wohl schick, das bild ge­le­gent­lich ein­zu­frie­ren, und dann in die nächste szene zu schneiden. grässlich. zeitlupe und wie­der­ho­lun­gen gibts auch.

in­halt­lich isses ne mischung aus mcgyver und magnum — ausser dass das mcgyvern wohl etwas rea­lis­ti­scher ist als sonst im fernsehen, zumindest wenn man dem ex CIA agenten und whist­le­b­lower john kiriakou glaubt, der mir in diesem youtube-video the burn notice sehr empfohlen hat.