das war schon seit der ersten folge klar, aber das muster dieser serie ist spätestens jetzt kristallklar: der rote faden ist die klärung für den grund der „burn notice“ mit der michael westen kaltgestellt wird. und die jeweiligen folgen handeln neben dem roten faden von jeweils einem fall, den michael westen und seine beiden kumpels in der folge lösen. drumherum werden character-building und backstories der protagonisten eingestreut. eine sehr gute mittelgute fernsehserie, die ich mir voraussichtlich alle sieben staffeln lang ansehen werde.
der film über die strukturfarben war erstaunlich schlecht erklärt. natürlich sind wellen, frequenzen und interferenzen nicht so einfach zu erklären, aber so richtig anschaulich wars nicht. irgendwie fehlte die hälfte der erklärung und ich glaube das hätte ich auch als kind gemerkt. ausserdem schien mir das alles zu geschauspielert.
fast 20 jahre alte serie die sich allein schon deshalb lohnt, weil es keine iphones gibt und das alles wie aus einer anderen, vergangenen welt wirkt (telefonzellen, klapphandies mit ausziehbarer antenne)
andererseits ist die schnitttechnik zum grossen teil nervenaufreibend. damals war es wohl schick, das bild gelegentlich einzufrieren, und dann in die nächste szene zu schneiden. grässlich. zeitlupe und wiederholungen gibts auch.
inhaltlich isses ne mischung aus mcgyver und magnum — ausser dass das mcgyvern wohl etwas realistischer ist als sonst im fernsehen, zumindest wenn man dem ex CIA agenten und whistleblower john kiriakou glaubt, der mir in diesem youtube-video the burn notice sehr empfohlen hat.
naturkautschuk aus löwenzahn. davon hatte ich schonmal gehört, aber siham erklärt über die zucht, den anbau bis zur ernte des löwenzahnkautschuks und die produktion jeden schritt sehr anschaulich.
mir fiel mal wieder auf was das tolle an der sendung mit der maus ist: teilweise ist das ein enormer produktionsaufwand über ein, zwei jahre hinweg, aber die präsentation ist unaufgeregt, nachvollziehbar und wertungsfrei. da muss nichts aufgepimpt werden, es ist als wäre man dabei. im besten sinne nach rudolf augstein: „zeigen was ist“.
das war schon genaz schön spannend und wild wie sich zuerst antonelli und russel über 30 runden am limit beharkt haben und später dann hamilton und verstappen. und das beste fand ich, dass es offenbar allen spass gemacht hat, dem publikum, den fahrern und vielleicht auch ein bisschen den teams.
was mir über die acht folgen durchgehend auffiel: der ton dieser serie ist grässlich. technisch wie inhaltlich. über weite strecken hört sich der film nachsynchronisiert an. dadurch fühlt sich die serie noch konstruierter an als sie ohnehin schon ist. die konstruktion ist vom fundament, über die fassade bis zum dachstuhl so fragil, das sie keinem kritischen blick widerstehen kann. sobald man auch nur 5 minuten über das gezeigte nachdenkt, fällt die ganze geschichte in sich zusammen. leider hat man viel zeit nachzudenken, während man dabei zusieht wie sich die protagonisten immer tiefer in die scheisse reiten. eigentlich ist die serie wie ein totes tier auf der strasse: man will’s nicht sehen, kann aber auch irgendwie nicht wegsehen bis es jemand von der strasse gekratzt hat. ich dachte nach 8 folgen ist die ganze in die scheisse-reiterei vorbei, aber pistekuchen.
cliffhanger kann man das ender der achten folge nicht mal nennen. es ist einfach ein schnitt. mitten in einer verfolgungsjagd: schnitt. einfach so. ich würde sagen: „frechheit“ — aber das ist unfair. dass die serie scheisse ist, war schon ab folge 1 klar und ich bin selbst schuld, dass ich mir das angetan habe.
auch bemerkenswert: anklänge an the wire sind offenbar mit absicht eingewebt, nur dass man bei the wire sympathie für jeden protagonisten entwickeln konnte und bei nemesis für wirklich niemanden.